Donnerstag, 26. Dezember 2013

torre del fuego

bariloche liegt halt im leet der anden und entsprechend trocken wirkt die landschaft hier. es ist unser ausgang zum nächsten fluss, dem manso. wir treffen hier unseren argentinischen paddelbro, bei dem wir im garten pennen. die barilochaner feiern weihnachten bei parties in der stadt, leicht bekleidet mit zipfelmütze geht  es in den lokalen der stadt richtig ab (und ich will ja auch gar nicht behaupten, dass die argentinier ein häßliches volk sind). so wären diese parties sicher ein richtiger renner. selbst im vorort wo wir unser zelt aufschlagen, ist ja kaum an schlafen zu denken, weil nämlich hier weihnachten bei musik und feuerwerk begangen wird, von wegen besinnlich, weit gefehlt. trotzdem bleibt was von quasi weihnachten. ich teile mit rok eine zotterschoko, erschrecke ob des feuerwerks und baue nebenbei mein zelt auf. ich bin müde. zuallererst waren wir aber in einer anderen ecke der stadt. unser navi führt uns in die terra des fuego 760. eine wirklich zwielichtige gegend. es sind die favelas der stadt. wir versuchen mit unserem protzauto immer nur weiter zu fahren. asphalt ist hier zu lande sowieso mangelware, also gleiten wir verfolgt von einer staublawine bei dunkelheit durch das ende von bariloche. letztendlich hilft alles nix und ich muss aussteigen, mutig, um nach unserem mathias nunez zu fragen. das einzige geradlinige sind die parzellen, alles andere nach herzenslust kreuz und quer zusammengeschustert. die zäune sind ein schrei, die häuser geflickt mit wellblech und schiefen latten, die hinterhöfe als vorgärten. die leute sind aber allesamt freundlich und zuvorkommend und es dauert mit deren hilfe eine zeit drauf zu kommen, dass nicht bareloche, sondern ein anderer vorort gemeint ist, der gottlob sicherer anmutet. war ja wohl klar, weil einer aus den slums kaum bootfahren wird.

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