es ist ja hinlänglich bekannt, dass die chilenen und argentinier ihre welt am rücken ihrer pferde erobern. dies findet anscheinend immer noch in allen lebensbereichen statt. hier reitet der amtsschimmel. schon bei der einreise am flughafen darf man eine eigenheit erkennen, die einem komisch vorkommt. gott sei dank nur zum nachteil der echten gringos aus den bösen usa, canada, ihren freunden aus australien und, zu meiner echten überraschung, der albanischen gringos. vielleicht ist mir da was entgangen? auf jeden fall müssen die bis zu 160 usdollares für ihr einreisevisum zahlen. da fallen meine 2 gratiszettel mit 4facher durchschrift kaum ins gewicht. der eine gelbe zettel, der bei dir bleibt, lieber nicht verlieren, weil sonst wirds nix mit der ausreise.
bei unserer reise nach patagonien ist es klüger über argentinien zu fahren, weil man ohne fährverbindung das land gar nicht bereisen könnte. da fangen aber die probleme erst an. chile und argentinien haben sich nicht sehr gern. sie grenzen sich mit leidenschaft von einander ab. beispiel gefällig? ein grenzübertritt ist ein endloses prozedere, das an den alten ostblock erinnert. 3 verschiedene schalter, bürokratisch beherzt durchnummeriert, sind ab zu klappern, einreisezettel in 4facher durchschrift sind vorzulegen, plus ein zettel zur einfuhr unerlaubter dinge, geschweige denn die 10! zettel, die zum übertritt der grenze mit einem mietauto berechtigen. diese zu bekommen ist gar nicht so leicht und bedarf einiger vorbereitung in santiago und entsprechender bestätigung der argentinischen botschaft! das alles muss letztendlich gestempelt und unterschrieben werden. die wissen selber nicht mehr, welchen der 4 verschiedenen stempel sie jetzt verwenden werden. zu allerletzt gib es noch "den einen" stempel in den pass. jetzt gehts an die gepäckskontrolle. chile erlaubt nicht die einfuhr von pflanzen und ihren früchten, sowie milchprodukten. wir haben uns das ganze essen bereits besorgt, das jetzt bei der einreise, obwohl der beweis durch den kassabeleg erbracht wird, in chile eingekauft zu haben, böses gut ist (böse, böse). allen beteuerungen zu wider besteht der beherzte zollbeamte darauf, dass alles in seinem mistkübel zu entsorgen sei. das sollte unser most epic snack werden. nach der freundlichen erkundigung, ob es erlaubt sei sich vis a vis am straßenrand niederzulassen, haben wir die ganze kiste mit gemüse, obst und käse versucht auf zu essen. wir hatten publikum. die ananas unglaublich süß, avokado superreif, zollbeamte ungläubig gaffend, karotten als zwischengang, zucker- honig- und wassermelonen und als abschluss käs mit paprika. den allerletzten kontrollpunktstempel einpaar hundert meter nach der grenzstation haben wir mit vollen bäuchen gütlich erduldet.
This is nice, very nice. Chile Land, Leute und Leben. Lust und Laune. Such as Life.
Dienstag, 24. Dezember 2013
most epic picknic
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